Loslegen – mit Plan!

Immer mehr Kommunen fragen sich „Müssen wir auch was in den sozialen Medien machen?“ Und immer mehr Kommunen wagen diesen Schritt.
Doch was sollen sie da? Während Unternehmen eine klare Botschaft und eine klar umrissene Zielgruppe haben, haben Städte und Gemeinden mit ihren Ämtern und Eigenbetriebe sehr heterogene Ziele und Zielgruppen.

Viele haben „einfach mal losgelegt“, doch der anfängliche Enthusiasmus erlahmt, wenn die Response der Fans oder Follower nicht wie gewünscht eintritt oder die Themen ausgehen. Wie geht’s jetzt weiter? Was interessiert den Bürger? Kommunen sind damit konfrontiert, die Frage nach der Zielgruppe zu beantworten. Die stellte sich bisher nicht so deutlich. „Der Bürger ist unsere Zielgruppe“, mag man schnell antworten. Aber DEN Bürger gibt es nicht, Bürger haben unterschiedliche Interessen, diese gilt es zu identifizieren und zu erfüllen. Bürger sind: Familien, junge und alte Menschen, Alleinstehende, Touristen, Arbeitslose, Arbeitgeber und Arbeitnehmer etc..

Mit den üblichen Pressemeldungen möchten sie in den sozialen Netzwerken nicht bedient werden. Sie möchten exklusive Information, bzw. Informationen anders aufbereitet erhalten. Kommunen können sich dieser Entwicklung nicht entziehen, denn die Bürger selbst treiben sie voran, sie reden mit Politikern und Experten direkt im Netz und erwarten dort ihre Antworten zu erhalten. Sie suchen gezielt nach ihrer Stadt in den sozialen Netzwerken. Ein Konzept muss also her!

Ein Vorschlag für ein Vorgehensmodell einer Kommune, die sich im Netz dem Bürgerdialog stellen will:

  1.  Vorbereitung
    1. Roundtable zur Abklärung der Bedürfnisse und Gründe für die geplanten Aktivitäten.
  2. Planung
    1. Grobkonzept
      1. Ziele der Ämter und Einrichtungen klären
      2. Ressourcenklärung
      3. Rechtliche Rahmenbedingungen
    2. Entscheidung, wer macht mit, wer nicht
  3. Konzeption und Umsetzung
    1. Feinkonzept
      1. Ziele und Zielgruppen
      2. Auswahl der Social Media Plattform
      3. Redaktionskonzept
      4. Schulungsbedarf
      5. Kosten
    2. Projektverantwortliche
    3. Externe Dienstleister
  4. Umsetzung
    1. Projektmanagement, -koordination
    2. Monitoring
    3. Going live
  5. Controlling

Empfehlenswert ist, Projektgruppe „soziale Netzwerke“ zu gründen, die das Konzept erstellt, umsetzt und regelmäßig überprüft, ob die Ziele erreicht werden. Eventuell ist es sinnvoll, sich für die Anfangsphase Beratung von außen zu holen.

Ein Gedanke zu “Loslegen – mit Plan!

  1. Pingback: Kommune goes Social Media « salecker

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