Gemeinde – nächste Generation

Barack Obama und Nicolas Sarkozy twittern, Kanzlerin Angela Merkel bespricht eigene Video-Podcasts, die Metropole Frankfurt am Main hat 150.000 Fans auf Facebook. Aber unser Bürgermeister? Was soll unsere Verwaltung denn im Social Web? Wer interessiert sich schon für unseren kleinen Ort, und: Wir haben nichts mitzuteilen – bei uns passiert doch so gut wie nichts…?

Der digitale Lebensstil des 21. Jahrhunderts erfasst uns alle, eher früher als später. Und er stoppt weder vor Ortsschildern noch vor Rathaustüren. Wer ein Smartphone hat, kann mitmachen: Demokratie 2.0. Sie bringt eine neue Kommunikationskultur huckepack mit und funktioniert ganz anders als diejenige, mit der sich Verwaltungen auskennen.

Denn Twitter und Facebook sind nur die Spitze des digitalen Eisbergs, der unaufhaltsam mit unseren bekannten Formen repräsentativer Demokratie auf Kollisionskurs geht. Mitmachen, mitentscheiden, selbst Verantwortung übernehmen: Was mit Mitmachformen des Web 2.0 begann, verändert auch die Art und Weise der politischen Diskussion und führt zu einer völlig neuen Vorstellung davon, wie ein Gemeinwesen funktionieren kann. PR 2.0, Politik 2.0, City 2.0 – Begriffe, die eine neue Generation von Dialogverhalten, Bürgerbeteiligung und Verwaltungshandeln bezeichnen.

Kommunen können sich dieser Entwicklung nicht entziehen, weil ihre Bürgerinnen und Bürger selbst diese Entwicklung vorantreiben: Sie diskutieren wie selbstverständlich mit Nachbarn, Experten und Politikern im Netz. Sie fordern politische Mitbestimmung und Transparenz ein. Sie warten nicht mehr reglos darauf, dass etwas geschieht, sondern nehmen nachbarschaftliche Aufgaben selbst in die Hand. Die Kommune kann von dieser neuartigen Mitwirkungsbereitschaft profitieren, wenn sie die Spielregeln des Web 2.0 akzeptiert und ihrerseits mitmacht.

Wie diese Spielregeln aussehen, wer die Mitspieler sind und wie Kommunen das Spiel positiv beeinflussen können – das ist Inhalt von kommunezwonull.de.

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